Der Taupunkt als Hygienerisiko

Die Luft ist in der Lage, je nach Lufttemperatur unterschiedlich große Wasserdampfmengen aufzunehmen. Trifft nun gesättigte Luft auf kühlere Oberflächen, sinkt das Feuchtigkeitstragevermögen an diesen Flächen ab und Wasser kondensiert.

Durch diesen Vorgang gelangt frei verfügbare Feuchtigkeit an Oberflächen. Befinden sich nun genau an diesen Oberflächen entsprechende Mikroorganismen, können diese durch die neu entstandenen Bedingungen mit Stoffwechseltätigkeit und Zellteilung beginnen. Gerade in der Schimmelthematik sind oberflächliche Taupunktunterschreitungen ein wichtiger auslösender Faktor und Kolonien können sehr bald in Form von schwarzen oder grünen Flecken wahrgenommen werden.

Der Kondensat Problematik begegnet man am besten mit Luftströmung, welche die Austrocknung dieser befeuchteten Stellen bewirken soll. Jedoch kommt es nach den täglichen Reinigungsroutinen in hermetisch abgeriegelten Produktionsräumen zu einer – entweder sehr stark zeitverzögerten Abtrocknung – oder, da die Feuchtigkeit den Raum nicht verlassen kann, zu gar keiner Abtrocknung. Permanent feuchte Räume neigen zu hohem Hygienerisiko und zu starker Korrosion der Metalle und Kunststoffe. Der generelle Lehrsatz –

„Trockenheit ist der beste Freund des Lebensmittelherstellers“

sollte im gesamten Feuchtigkeitsmanagement der produzierenden Betriebe Eingang finden. Permanent feuchte Oberflächen sind zu finden und nachhaltig zu überwachen. Der Grund der Kondensatbildung sollte entdeckt und eliminiert werden, Trocknungszeiten sind vorzugeben und zu überwachen. Trotz technischer Abluftsysteme sind immer Feuchtigkeitsspitzen möglich und daher muss dieser Problematik nachhaltig begegnet werden.

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